Navigationssystem Vergleich

Navigationsgeräte gehören nach wie vor zu den beliebtesten Elektronik-Geräten auf dem Markt. Zwar machen moderne Smartphones mit einer entsprechenden Navi-App den klassischen Navigationsgeräten starke Konkurrenz, doch an die Fülle an Funktionen kommen die Apps in der Regel nicht heran.

Vier Navigationsgeräte im direkten Vergleich
Ob Smartphone mit Navi-App oder klassisches Navigationsgerät – beide Systeme bringen den Fahrer ans Ziel. Die Frage ist nur, wie bequem kommt man ans Ziel und welche Zusatzinformationen kann das Navi anzeigen bzw. bereitstellen. Da Smartphones, trotz ihres großen Spektrums, eigentlich hauptsächlich zum Telefonieren gedacht sind, lassen wir diese Navi-Lösung außen vor und konzentrieren uns auf herkömmliche Navigationsgeräte zwei unterschiedlicher Preisklassen. Im folgenden Test werden wir jeweils zwei Navigationsgeräte bekannter Hersteller aus dem teuren respektive dem günstigen Preissegment genauer betrachten und ihre Vor- und Nachteile aufzählen.

TomTom GO LIVE 1005

Mit dem GO LIVE 1005 hat TomTom ein heißes Eisen im Programm. Mit rund 350 Euro zählt es zweifelsohne zu den teuersten Navis auf dem Markt, im Internet ist es teilweise ab etwa 300 Euro erhältlich. Die Ausstattung umfasst neben dem Navi eine Halterung für die Windschutzscheibe sowie ein USB-Ladekabel. So lässt sich das TomTom auch am PC aufladen. Zunächst sticht vor allem das riesige Display ins Auge des Betrachters – 13 Zentimeter misst es in der Diagonalen, was einem Format von 5 Zoll entspricht. Der Bildschirm lässt sich nicht nur gut ablesen, sondern auch mit den Fingern bedienen und unterstützt dabei Pinch-to-Zoom (Vergrößern/Verkleinern) und spezielle Fingergesten. So lässt sich die Karte bequem und einfach mit dem Finger verschieben.

TomTom GO LIVE 1005 – hier kaufenTomTom GoLive 1005

Zu den Highlights des TomTom GO LIVE 1005 zählen HD Traffic-Verkehrsinformationen, eine integrierte Sprachsteuerung und Live-Services. So erhält das Navi während der Fahrt im Sekundentakt aktuelle Informationen zu der derzeitigen Verkehrslage und errechnet automatisch eine schnellere Alternativroute.

Navigon 70 Premium Live
Auch dieses Navi verfügt über einen 5 Zoll großen Touchscreen wie das TomTom, allerdings ist die Bildschirmdiagonale mit 12,7 Zentimeter etwas kleiner. Die Routenberechnung funktioniert recht zügig, auch Sonderziele findet das Navigon schnell. Neben zahlreichen Freisprechfunktionen gibt es beim Navigon 70 Premium Live auch die sog. Live-Services. Dabei landen per Internetverbindung aktuelle Verkehrsmeldungen und viele weitere Informationen direkt auf dem Schirm. Dazu zählen unter anderem Stauinfos, Radarfallen, Parkinfos und die aktuelle Wetterlage. Besonders praktisch ist auch die Abfrage nach den günstigsten Tankstellen in der Umgebung. Die ersten 15 Monate ist dieser Service kostenfrei, danach werden pro Jahr knapp 50 Euro fällig. Das 70 Premium Live von Navigon ist zurzeit ab etwa 250 Euro zu haben.

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NAVIGON 70 Premium

Falk S450
Ungefähr 150 Euro sind für das Falk S450 zu zahlen, dafür bekommt der Kunde bewährte Technik, einen Reiseführer und sogar kostenlose Karten-Updates für zwei Jahre. Besonders hervorzuheben ist beim Falk S450 die Fußgängerroutenführung. Dabei dient das Navi nicht nur als Ersatz für den Stadtplan, sondern blendet auch Bus- und Bahnhaltestellen ein – allerdings ohne Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Die Bedienung funktioniert auf dem 4,3 Zoll großen Touchscreen ordentlich, im Vergleich zu Navis der gehobenen Preiskategorie lassen sich jedoch kleinere Verzögerungen feststellen.
Mit dem Falk S450 bekommt der Kunde im Prinzip ein gutes Navi zum fairen Preis. Verzichten muss man allerdings auf Echtzeit-Infos und Bluetooth. Die Fußgängernavigation konnte dagegen vollkommen überzeugen.

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Garmin nüvi 1490Tpro
Wer ein Einsteiger-Navi sucht, der wird mit dem Garmin nüvi 1490Tpro ein gutes Navigationsgerät zum günstigen Preis finden. Das Navi wartet mit Fußgängernavigation, Stauwarner, Text-to-Speech (straßennamengenaues Routing) und anderen Extras auf. In dieser Preisklasse eher selten: die Anzeige von Straßenschildern im Display. Daneben beherrscht das Navi auch Tempolimits und bietet eine Bluetooth-Schnittstelle. Mit einer Displaygröße von 5 Zoll lassen sich die Anweisungen und die Routenführung nahezu perfekt ablesen. Leider bietet die Fußgängernavigation nur schriftliche Instruktionen – da sind andere Navis deutlich besser aufgestellt. Die Routenführung arbeitet allerdings einwandfrei. Je neun Euro kosten die Stadtpläne zur Fußgängernavigation.

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Garmin nüvi 1490Tpro

Fazit
Ob teures Highend-Navi oder Einsteiger-Gerät, moderne Navigationsgeräte lassen im Bereich Routenführung kaum Wünsche offen. Egal aus welcher Preiskategorie – die Navis bringen den Fahrer definitiv ans Ziel. Die Unterschiede liegen hauptsächlich bei den Live-Services. Teure Navigationslösungen eignen sich daher eher für Vielfahrer. Dank der frühzeitigen Stauwarnung können alternative Routen schnell gewählt werden. Für gelegentliche Wochenendausflüge kann man aber auch beruhigt zu einem günstigeren Navi greifen. Zu achten ist allerdings auf mögliche Extra-Gebühren, so fallen für die meisten Live-Services ab einer bestimmten Laufzeit zusätzliche Kosten an.

Veröffentlicht am 30.10.2011 in News

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