Tesla Roadster
Tesla – der elektrisierende Name lässt Fans von Stromer-Sportwagen aufhorchen. Mit einem leisen Surren beschleunigt der kleine Roadster in nur 3,7 Sekunden auf Tempo 100 – und das bei nur umgerechnet 288 PS.
Tesla Roadster: Elektrisierender Fahrspaß

Sie assoziieren den Begriff Tempo mit Geschwindigkeit und denken nicht etwa an Papiertaschentücher, bei Tesla denken Sie auch nicht an Wechselstrom? Dann sagt Ihnen der Name Tesla Roadster bestimmt etwas – der Sportwagen aus dem sonnigen Kalifornien nimmt benzingetriebene Sportler auf die Hörner. Grüne Mobilität wird in kommenden Jahren stark an Bedeutung gewinnen. Doch Elektro-Fahrzeuge müssen nicht zwangsläufig langweilig sein, insbesondere nicht wenn das Logo des US-Autoherstellers Tesla Motors auf der Motorhaube prangt.
Beim Starten des Motors erklingt überhaupt kein Geräusch – schon etwas komisch. Ebenso lautlos geht es durch den städtischen Verkehr. Bei der ersten roten Ampel darf dann auch endlich das Beschleunigungsvermögen des in Palo Alto hergestellten Sportwagens getestet werden. Das Paket aus 6831 Lithium-Ionen-Akkus katapultiert den Tesla Roadster unterbrechungsfrei vorwärts. 225 Kilowatt Leistung, umgerechnet ca. 288 PS, sorgen für eine regelrechte Beschleunigungsorgie. Dies lieg daran, dass bei elektrisch angetriebenen Fahrzeugen kein herkömmliches Getriebe benötigt wird und das maximale Drehmoment über das ganze Drehzahlband anliegt – in diesem Fall 370 Nm. Das reicht, um den 1.220 Kilogramm schweren Roadster in nur 3,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h zu beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit für den bis auf 14.000 Touren drehenden Sportwagen liegt bei über 200 Stundenkilometer. Insgesamt stehen lediglich zwei Gänge zur Verfügung. Der erste reicht bis Tempo 100, dann wird hochgeschaltet
Vor allem bei Überholvorgängen ist die gewaltige Beschleunigung beeindruckend – bei 60 Stundenkilometer genügt ein leichtes Antippen des Gaspedals und schon werden überholte Fahrzeuge im Rückspiegel schwindend klein. Diese enorme Beschleunigung und Durchzugskraft in jeder Lebenslage macht definitiv süchtig. Auch im Bereich Fahrwerk haben die Ingenieure bei Tesla Motors gute Arbeit geleistet. Der auf den Lotus Elise aufbauende Sportler ist für eine gehörige Portion Quer- und Längsdynamik gut. Ganz emissionsfrei ist man im Tesla Roadster natürlich auch nicht unterwegs – bisher stammt die elektrische Kraft vorwiegend aus Kohle- und Atomkraftwerken. Dennoch sind Elektroautos im Moment die „grünsten“ Fahrzeuge, die man auf dem Automobilmarkt bekommen kann.
„Wir werden das Autofahren verändern“
Eine Autostunde entfernt von San Francisco, in Mitten des Silicon Valley, befindet sich ein weißes Flachdachgebäude – die Firmenzentrale von Tesla Motors. Mit nur 60 Millionen Dollar Kapital ausgerüstet, entwickelten die Technologie-Pioniere 2007 ihr erstes Elektroauto. Der Firmenchef Martin Eberhard ist sich sicher: „Wir werden das Autofahren verändern“. Der Tesla Roadster ist die lang ersehnte Antwort aller Elektroauto-Fans dieser Welt: Elektrisch betriebene Fahrzeuge müssen nicht groß, schwer und langweilig sein – der Öko-Sportler beweist genau das Gegenteil. Die verbauten Lithium-Ionen-Akkus sollen das Reichweiten-Problem von E-Autos lösen, doch sie haben ein Problem: Sie fangen recht schnell Feuer oder können gar explodieren. Für den Worst Case befand sich im Innenraum des Prototypen-Roadsters ein spezieller roter Knopf, mit welchem die komplette Batterieeinheit abgeschaltet werden konnte. In den Serienfahrzeugen ist dieser Notfallschalter allerdings nicht mehr eingebaut. Ab etwa 40 Grad fühlen sich die Akkus im Tesla Roadster relativ unwohl. Um dem entgegenzuwirken wurden eine Flüssigkeitskühlung sowie ein Power-Elektronics-Modul (PEM) eingebaut.
Maximale Aufladezeit: 3,5 Stunden
Bei der Reichweite spricht Tesla Motors von maximal 400 Kilometer. Dazu muss man jedoch anmerken, dass die Fahrweise dann entsprechend angepasst werden muss – auf Vollgas-Orgien muss dementsprechend verzichtet werden. Um die Akkus wieder mit frischer Energie zu versorgen, vergehen höchstens 3,5 Stunden. An der normalen Haussteckdose braucht es hingegen bis zu 18 Stunden, bis die Akkus wieder mit vollem Saft versorgt sind. Insgesamt soll die Lebensdauer des Stromers rund 160.000 Kilometer betragen. Was bleibt, ist die Frage nach dem Preis – ca. 75.300 Euro werden für den elektrobetriebenen Sportwagen fällig. Viel Geld, doch das Gebotene überzeugt (fast) auf ganzer Linie. Die Nachteile bleiben die geringe Reichweite und das immer noch karg besiedelte Strom-Tankstellennetz in Deutschland. Das gute Gewissen fährt trotzdem immer mit, immerhin stößt der Tesla Roadster kein CO2 aus. Umgerechnet werden im Schnitt vier Euro auf 100 Kilometer für die Energiekosten verbraten. Und dafür bekommt man reichlich Fahrspaß geboten.






































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Technisch ist der Tesla Roadster sicher ein Vorreiter und hat den Großen der Branche gezeigt, was machbar ist – kein Wunder, dass Toyota und Mercedes mittlerweile Anteile an den Amis halten. Optisch ist der Roadster sicher nicht mit Ferrari, Lambo oder den neuen Falcon F7 vergleichbar, die neue Elektro-Limo Model S scheint aber ein guter Wurf. Sein Know-how jedenfalls hat Tesla bewiesen…