TECHART GT Street RS

Techart präsentiert mit dem GTStreet RS eine Rakete auf vier Rädern. Wem die 530 PS aus dem GT2 zu wenig sind, der bekommt vom Porsche-Tuner Techart eine Alternative mit 700 Pferdestärken. Mit entsprechender Bereifung rennt der Über-Elfer bis Tempo 360.

Schon im Stand schnell

Der GT2 zählt nicht gerade zu den langsamen Fabrikaten von Porsche, neben dem GT2 RS ist er der schnellste Serien-911er aller Zeiten. Abseits der Serien-Szene findet man zahlreiche Porsche mit Leistungsausbeuten jenseits der 600er Marke. Auch Techart ist in diesem Revier zuständig und setzt die Messlatte mit jedem Produkt etwas höher an. Der Tuner mit Sitz in Leonberg (ca. elf Kilometer von der Porsche-Unternehmenszentrale in Stuttgart-Zuffenhausen entfernt) ist seit 1987 zuständig für das Veredeln von Porsche-Modellen – Aerodynamik, Interieur-, Exterieurdesign sowie Motorentuning, alles in Handarbeit versteht sich, gehören zu den Hauptaufgaben von Techart. „Heutzutage ist ein Porsche nichts Außergewöhnliches mehr, Porsche-Kunden wünschen sich mehr Individualität“, so der Firmengründer Thomas Behringer. Das Hauptgeschäft macht der getunte Porsche Cayenne aus – der Techart Magnum hält einen Firmen-Marktanteil von über 50 Prozent. Doch das schnellste Fahrzeug ist ohne Zweifel der GTStreet RS.

Ein Heckflügel verhilft dem GT Street RS zu mehr Anpressdruck und Abtrieb

Schon im Stand strahlt der GTStreet RS pure Kraft, Aggressivität und Schnelligkeit aus. Am Heck thront ein überdimensionales “Arschgeweih” in Form eines Heckflügels – dieser zerstört zwar die schöne 911er-Silhouette, sorgt aber für verbesserten Anpressdruck bei höheren Geschwindigkeiten. Neben dem Diffusor fallen vor allem die vier Endrohre und die riesigen Luftauslässe zur Optimierung der Motorkühlung auf. Vorne dominiert der aggressiv gestaltete Frontspoiler mit Karbonsplitter und monströsen Kühlluftöffnungen. Dagegen sind die modifizierte Motorhaube sowie die Spiegel- und Scheinwerferblenden erst bei genauerem Hinsehen zu erkennen. Die markanten 20-Zöller komplettieren den sportlich giftigen Eindruck des GTStreet RS. Die Aerodynamik des aufgemotzten GT2 wurde übrigens im hauseigenen Windkanal optimiert.

Funktionaler Innenraum
Innen ist der Techart GTStreet RS recht funktional gehalten. Die obligatorischen fünf Porsche-Rundinstrumente mit Drehzahlmesser in der Mitte blieben unangetastet. Hinter dem Sportlenkrad nimmt der Techart-Pilot Platz in gelederten Schalensitzen umgeben von einem Überrollkäfig.

700 PS und bis zu 360 Km/h: Techart GTStreet RS
techart porsche tuning

Ein PS kostet 500 Euro
Durch den Einsatz von großvolumigen Ladeluftkühlern, modifizierten Turboladern und vergrößerten Ansaugrohren aus Karbon konnte die Serienleistung von 530 auf stolze 700 Pferdestärken angehoben werden. Das maximale Drehmoment hat im Zuge der Veränderungen ebenfalls zugenommen – es ist von 680 auf 860 Nm gewachsen. Mit einer entsprechenden Bereifung und je nach Getriebeauslegung kommt der GTStreet RSRS locker auf eine Spitzengeschwindigkeit von 360 km/h. Die veränderte Auspuffanlage schindet nicht nur optisch Eindruck, sie sorgt auch für mächtigen Sound. Ab dem mittleren Drehzahlbereich bollert der Sechszylinder im Heck lautstark los. Von 0 auf 100 km/h geht es im Techart GTStreet RS in nur 3,4 Sekunden. Die 200er Marke ist nach nicht einmal 10 Sekunden durchbrochen. Der „normale“ GT2 braucht für den Hunderter-Sprint drei Zehntel länger, bei der Höchstgeschwindigkeit ist er ca. 30 Stundenkilometer langsamer.

Porsche Tuning by Techart: Für diesen umgebauten 911 GT2 braucht man einen Waffenschein!

Diese Fahrleistungen haben allerdings ihren Preis: 350.000 Euro werden für den Techart GTStreet RS fällig – oder anders ausgedrückt: 500 Euro pro PS.

TECHART GTStreet RS
TECHART GTStreet RS

Veröffentlicht am 12.09.2011 in Sportwagen

Kommentar hinzufügen
Name [wird veröffentlicht]
Emailadresse [bleibt geheim]
Homepage [wird veröffentlicht]
Kommentar: