Renault Megane RS Clubsport
Der Renault Mégane ist bereits in der dritten Generation erhältlich. Seit 2009 gibt es die Sportversion unter dem Namenszusatz “R.S.”, unter anderem wurde die Leistung auf 250 PS angehoben und die Optik verändert. Jetzt hat Renault etwas noch Schärferes im Angebot – den Mégane R.S. Clubsport.
Die Optik blieb nahezu unverändert
Im Vergleich zur normalen R.S.-Version fallen die optischen Veränderungen zum Clubsport-Modell eher spartanisch aus. Gegenüber der Serie ist der Unterschied jedoch mehr als deutlich. Die Frontschürze kauert nun wesentlich tiefer am Asphalt, das Heck wird durch einen schwarzen Diffusor mit neuer Schürze gekennzeichnet. Darüber hinaus hebt sich die Seitenschwellerverkleidung deutlicher von der Seitenlinie ab. Der kleine Dachkantenspoiler wertet den Mégane nicht nur optisch auf, sondern sorgt auch für etwas mehr Abtrieb, was sich vor allem bei höheren Geschwindigkeiten bemerkbar macht. Daneben gibt es schwarze 18-Zöller und rote Bremssättel. Der mittig platzierte Auspuff blieb der Serienversion hingegen treu.
Video: Renault Megane RS
Mégane R.S. Clubsport – Rennwagen mit Straßenzulassung
Mit dem Clubsport würzt Renault seinen Mégane R.S. mit reichlich Schärfe. Heraus kommt ein straßenzugelassener Rennwagen mit 265 PS unter der Haube. Erst im Sommer 2010 wurde das Renault Mégane R.S. Clubsport-Projekt ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Bernd Hütter, Motorsportdirektor von Renault, und in Zusammenarbeit mit Patrick Kirfel, technischer Leiter der Renault-Fachwerkstadt in Adenau, entstand der Clubsport auf der Basis des Mégane R.S. Adenau liegt übrigens in der Nähe der berühmt berüchtigten Nordschleife, weshalb die Fahrwerksabstimmung größtenteils dort stattfand.
Innenraum im Megane Sport mit Recaro Sitzen

Umfangreiche Änderungen am Fahrwerk
Obwohl der Renault Mégane R.S. Clubsport für den öffentlichen Straßenverkehr konzipiert wurde, ist er auch für die VLN-Serienklasse VT2 zugelassen. Neben speziellen Domlagern und Uniball-Gelenken an der Vorderachse wird die spritzige Agilität durch ein KW-Clubsport-Gewindefahrwerk verfeinert. Zusätzlich wurde der Negativ-Sturz an der Vorderachse von 0,5 auf 3,0 Grad erweitert und die Spur durch Distanzscheiben um 40 Millimeter verbreitert. Die Hinterachse blieb weitgehend unverändert.
22 kg weniger Gewicht, 15 PS mehr Leistung
Die Clubsport-Version wartet allerdings mit weiteren Überarbeitungen auf. So fiel die Rücksitzbank einem Überrollkäfig zum Opfer. Insgesamt konnten 22 Kilo Gewicht eingespart werden. Dazu musste das Tuning-Team einen Großteil der Verkleidungs- und Dämmmaterialien aus dem Heckbereich entfernen. Außerdem wurden die Sportsitze durch leichte Recaro-Rennschalensitze ausgetauscht. Der Clubsport kommt somit auf ein Gesamtgewicht von 1.387 Kilogramm. Mit der Umprogrammierung des Motorsteuergeräts und einer neuen Abgasanlage konnten zusätzlich 10 PS gewonnen werden. Damit steigt die Leistung von 250 auf 265 PS (bei 5.800 Umdrehungen pro Minute) an und das Drehmoment erhöht sich von 340 auf 400 Nm (3.400 U/min). Für die Beschleunigung von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde gibt die Renault-Rennabteilung 5,9 Sekunden an, demnach ist der Clubsport 0,2 Sekunden schneller als die normale R.S.-Version.
Messerscharfes Handling
Zum optimalen Verzögern werden sog. Endless-Bremsbeläge verwendet. Diese bieten auch bei längerem Renneinsatz nahezu gleichbleibende Verzögerungswerte. Das eh schon hohe Griplevel wird durch Michelin Pilot Sport Cupreifen nochmals gesteigert – die Querkraftdynamikwerte fallen in dem Clubsport-Paket mehr als überwältigend aus. Das Einlenkverhalten ist messerscharf, selbst kleine Lenkbewegungen setzt das Fahrzeug direkt und mit höchster Präzision um – die Rennwagen-Gene merkt man dem Renault Mégane R.S. Clubsport sehr deutlich an. Durch einen gezielten Lenk- oder Bremsimpuls lässt sich das Heck fast schon perfekt um Kurven mitschwingen. Dabei ist der getunte Mégane stets gut beherrschbar. Man hat immer volle Kontrolle über das Fahrzeug, allerdings ist der Grenzbereich relativ schmal. Der Fahrer sollte daher schon wissen, was er tut.
Fast vier Sekunden schneller auf der Rennstrecke
Auf dem Hockenheimring schoss der Renault Mégane R.S. Clubsport in 1:13, 5 Minuten über die Ziellinie. Im Vergleich zur Version ohne Clubsport-Paket beträgt der Unterschied 3,6 Sekunden. Motorsport-Kenner wissen: knapp 4 Sekunden bedeuten auf der Rennstrecke wahnsinnig viel Zeit. Die Tuning-Maßnahmen können daher nur als gelungen bezeichnet werden. Für den Preis von 35.000 Euro fährt der Duft vom Markenpokal im Mégane R.S. Clubsport serienmäßig mit.





































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