Porsche Panamera Diesel
Die Panamera-Familie bekommt Zuwachs – und zwar in Form einer sparsamen Diesel-Version. Der neue Porsche Panamera leistet 250 PS und 550 Nm Drehmoment. Doch passt der Motor auch zum Anspruch dieses sportlichen Gran Turismo?
Panamera Diesel – ein echter Sparfuchs

Video: Porsche Panamera Diesel
Ein Diesel im Porsche? Noch vor wenigen Jahren war diese Kombination unvorstellbar, Porsche konzentrierte sich vielmehr auf neue Leistungsrekorde. Bestzeiten auf der Nürburgring Nordschleife galten als Referenz für andere Sportwagenhersteller, doch plötzlich spricht man bei Porsche von Verbrauch und CO2-Werten. Zuerst wurde der Panamera Hybrid vorgestellt und galt bislang als Sparfuchs unter dem Porsche-Modellen. Doch dieses Superlativ ist schon wieder Vergangenheit – der neue Panamera Diesel ist noch verbrauchsärmer unterwegs.
Der Motor stammt von Audi

Ab August werden die Porsche-Showrooms durch den Panamera Diesel ergänzt. Dabei gab es dieses Jahr schon zwei weitere Varianten des beliebten Gran Turismo – das Topmodell Turbo S mit 550 PS und den S Hybrid mit insgesamt 380 PS unter der Haube. Mit 250 PS ist der neue Panamera zwar der Leistungsschwächste, dafür aber auch der Sparsamste. Der vom Konzernbruder Audi entwickelte Dreiliter-Sechszylinder leistet demnach 50 PS weniger als der 3,6 Liter große Einstiegs-V6. Durch eine gründliche Überarbeitung des Sechszylinders, unter anderem ein Start-Stopp-System und verbesserte Gemischbildung, konnte der Verbrauch auf 6,5 Liter im Schnitt gesenkt werden. Der Hybrid-Panamera kommt auf 6,8 Liter Durchschnittsverbrauch. Bei gemächlicher Gangart im Selbstzünder sind in der Praxis Werte zwischen 7,5 und 9,0 Liter durchaus möglich. Mit rollwiderstandsoptimierten Ganzjahresreifen verspricht Porsche sogar einen Verbrauch von 6,3 Liter auf 100 Kilometer – theoretisch würde der 80-Liter-Tank somit für 1.200 Kilometer reichen. Dadurch eignet sich der Panamera Diesel perfekt für längere Strecken ohne viele Tankstopps. Doch wer will so eine lange Distanz tatsächlich ohne Pause fahren?
Nicht nur der geringe Verbrauch spornt zum Reisen an, auch der Motor sorgt für entspanntes Fahren. Bereits unter 2.000 Touren beschleunigt die Dreiliter-Maschine kraftvoll nach vorne – bis zum Drehzahllimit bei 4.500 Umdrehungen pro Minute. Man fühlt sich wie an einem Gummiband gezogen – Zweifel am maximalen Drehmoment von 550 Nm kommen dabei garantiert nicht auf. Für den Zwischenspurt von 80 auf 100 Stundenkilometer benötigt der Schwabe lediglich 4,5 Sekunden. Der Sound erinnert bei normaler Fahrweise fast an einen Benziner – der Sechszylinder ist ausgesprochen kultiviert und leise. Erst unter Volllast wird der Ton etwas kerniger, aber niemals aufdringlich oder lästig. Freunde von potenten Achtzylinder-Motoren kommen allerdings nicht auf ihre Kosten.
Die serienmäßige Achtgang-Automatik schaltet stets souverän. Zwar kann der Fahrer die Gänge auch per Schaltpaddels am Lenkrad durchschalten, doch ein manueller Eingriff durch die verschiedenen Fahr-Modi ist eigentlich nicht nötig. Wie fast alle neuen Porsche bietet auch der Panamera Diesel eine Sporttaste. Bei Aktivierung dieser werden die Schaltpausen und die -zeiten spürbar sportlicher. Außerdem reagiert das Gaspedal empfindlicher auf Gasstöße und die Luftfederung wird deutlich straffer. Dadurch lässt sich selbst der Diesel-Panamera so fahren, wie man es von einem Porsche gewohnt ist. In 6,8 Sekunden geht es auf Tempo 100, allerdings reichen die 250 Pferdestärken nur für eine Maximalgeschwindigkeit von 242 km/h. Das bedeutet für Porsche-Fahrer Umdenken – das Linke-Spur-Abo ist damit abgelaufen.
Porsche Panamera Diesel: Ab 80.183 Euro erhältlich

Wer Panamera fahren möchte, aber dennoch sparsam im Verbrauch unterwegs sein will, der hat eigentlich nur eine Wahl – Porsche Panamera Diesel. Zwar kommt die Hybrid-Variante nicht unbedingt auf einen höheren Spritverbrauch, doch sie kostet stolze 26.000 Euro mehr. Den Selbstzünder gibt es ab vergleichbar günstigen 80.183 Euro. Serienmäßig gibt es dafür unter anderem 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Navigationssystem, Sitzheizung, Bi-Xenon-Scheinwerfer, etc. kosten allerdings einen saftigen Aufpreis – aber das ist man bei Porsche ja bereits gewohnt. Ob die Diesel-Version ebenso erfolgreich sein wird wie der Porsche Cayenne Diesel, bleibt abzuwarten. Die nötigen Voraussetzungen bringt der neue Gran Turismo jedenfalls mit. Übrigens: Die Abweichung zu den anderen Panamera-Modellen hält sich arg in Grenzen. Lediglich zwei “diesel”-Schriftzüge an den Kotflügeln und neue Auspuffblenden lassen den Ölbrenner von der restlichen Flotte unterscheiden. Innen verrät sich der Selbstzünder nur anhand des Drehzahlmessers.
Minimale Drehzahl, maximale Newtonmeter: Der Selbstzünder von Porsche






































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