Porsche Cayman S

Mit einem 295 PS starken Sechszylinder-Boxermotor siedelt sich der Porsche Cayman S zwischen Boxster S und dem 911er an. Damit schafft er den Spurt auf 100 Kilometer pro Stunde in 5,4 Sekunden. Bei der Umrundung der berüchtigten Nordschleife ist der Cayman S nicht viel langsamer als der große 911er, dafür aber deutlich billiger – ist der Cayman S jetzt der bessere Porsche 911?

Neue aber dennoch vertraute Form: Porsche Cayman 987

Porsche Cayman kaufen

Nicht zu verwechseln – der Cayman S ist sofort als waschechter Porsche zu erkennen. Die Design-Züge sind an das 1953er 550 Coupé und an den Carrera GTS Coupé (Baureihe 904) angelehnt. Trotzdem unterscheidet sich die Optik recht stark vom 911er und seiner technischen Basis, dem Boxster. Besonders das stark gewölbte Dach und die geschwungenen Kotflügel prägen die ausladenden Proportionen. Abgerundet wird das Design durch die charakteristische Seitenlinie, der monströsen Heckklappe und der stark abfallenden Front. Daneben sorgen die mittig angeordneten Doppelendrohre für den nötigen Boxermotor-Klang.

Hier das Sondermodel “Cayman S Design Edition”

Cayman S Spezialedition

Nur 10, 6 Liter im Schnitt
Mit 10,6 Liter hält sich der Verbrauch in Grenzen, insbesondere wenn 295 PS für kraftvollen Vortrieb sorgen. Zwischen 4.000 und 6.000 Umdrehungen pro Minute leistet der auf 3,4 Liter aufgebohrte Motor des Boxster S sein maximales Drehmoment von 340 Nm. Die Zylinderköpfe sowie die Ventilhub- und Nockenwellensteuerung stammen hingegen vom 911er. Besonders stolz ist man bei Porsche auf den niedrigen cW-Wert von 0,29. Die gute Aerodynamik ist auf unterschiedliche Verbesserungsmaßnahmen zurückzuführen. Unter anderem konnte der Auftrieb an den Rädern um 14 kg gesenkt werden. Neben dem glatten Unterboden bietet der kleine Spoiler geringen Luftwiderstand, leistet aber dennoch seinen Anteil zum Abtrieb.

Porsche-Tuner Techart und seine Interpretation des Cayman S
Porsche Cayman S Techart

Agile und sportliche Fahrleistungen
Im Gegensatz zum Boxster sind die Federn, Dämpfer und Stabilisatoren straffer ausgelegt. In Kombination mit dem bewährten Mittelmotor-Konzept fährt sich der Porsche Cayman S sehr agil und direkt. Porsche-typisch bietet die Lenkung eine sehr gute Rückmeldung – der offene Zweisitzer ist in jeder Situation gut beherrschbar. Auf Wunsch können die Dämpfer per Knopfdruck zwischen sportlich-komfortabel und extrem sportlich geregelt werden. Als wenn die serienmäßigen Stopper den 1.340 kg leichten Porsche nicht schon stark genug verzögern würden, kann der Cayman S optional mit Keramik-Bremsscheiben bestückt werden. Dann bleibt das Bremspedal auch bei härterem und längerem Einsatz beständig gegenüber Verschleiß und Hitzeentwicklung.

Viel Stauraum für einen Porsche
cayman kofferraum

Unter der großen Heckklappe verbirgt sich der Kofferraum – dieser bietet, unüblich für einen Sportwagen aus Zuffenhausen, relativ viel Stauvolumen. Der Kofferraum im Heck wird durch eine hübsche Edelstahlblende geteilt. So stehen entweder 185 Liter oder 260 Liter bei voller Raumausnutzung zur Verfügung. Addiert man das Volumen des Kofferraums unter der vorderen Klappe hinzu, lassen sich insgesamt 410 Liter im Cayman S unterbringen. Neben seiner Sportlichkeit kann der kompakte Zweisitzer somit auch ein gehöriges Maß an Funktionalität aufweisen.

Porsche Cayman Widebody von XTR Carchip

Innenraum im typischen Porsche-Design
Innen besticht der Cayman durch hervorragende Verarbeitung und Materialanmutung – typisch Porsche eben. Die Sitze bieten optimalen Seitenhalt, eignen sich aber auch für längere Strecken. Zu den weiteren Porsche-Stilmerkmalen zählen ohne Zweifel die fünf Rundinstrumente mit dem Drehzahlmesser in der Mitte. In der Ausführung “Sport Chrono” gibt es zudem eine Stoppuhr – ein nützliches Gimmick für den Gelegenheits-Rennfahrer.

Knapp 60.000 Euro werden für den Cayman S fällig

Seit dem Frühjahr 2009 wurde die S-Version vom Porsche Cayman überarbeitet. Neben einer serienmäßigen Berganfahrhilfe wurde die Leistung um 25 PS auf 320 PS erhöht. Mit dem 2010 erschienenen Cayman R wurde die Motorpower abermals um 10 PS gesteigert, hinzu kam eine Gewichtsreduzierung um 55 kg. Diese wurde durch eine spartanischere Ausstattung erreicht: unter anderem Textilschlaufen als Türöffner, weniger Dämmmaterial sowie keine Cupholder und keine Türablagen. Weitere Erkennungsmerkmale sind ein Porsche-Schriftzug an den Türen, ein feststehender Heckspoiler sowie schwarz umrandete Frontscheinwerfern.

Porsche Cayman S
Porsche Cayman S Autobahn

Durch das bessere Leistungsgewicht wird die 100er Marke schon nach 5,0 Sekunden geknackt. Die Preise für den Cayman R beginnen bei knapp 70.000 Euro. Im Vergleich dazu ist der Cayman S mit 58.529 Euro vergleichsweise günstig. Doch ist der Cayman S der bessere 911er? Nein, der Cayman ist ein eigenständiges Porsche-Modell und besticht insbesondere durch sein agiles Handling. An den symbolischen Charakter eines Porsche 911 kommt der Cayman allerdings nicht heran.

Veröffentlicht am 29.08.2011 in Sportwagen

Kommentar hinzufügen
Name [wird veröffentlicht]
Emailadresse [bleibt geheim]
Homepage [wird veröffentlicht]
Kommentar:

Karsten Spriecke schrieb am 27.08.2011 um 08:12 Uhr

Der Cayman S von Techart gefällt sehr gut. Allerdings sind das auch die teuersten Porsche Tuner, die ich kenne. Dazu kommt noch der “schmale” Anschaffungspreis des Cayman. Mal schauen, vielleicht erbe ich ja mal was ;-)

Frank schrieb am 15.02.2012 um 19:06 Uhr

Ich habe Benzin im Blut, und deshalb ist mein Traumwagen der Porsche Cayman. Er wird zwar bei mir um die Ecke hergestellt, bleibt aber denoch unerschwinglich für mich.