Porsche 911 Sport Classic
Das Ende macht den Unterschied. Der kleine, aber alles andere als unauffällige Heckspoiler (Entenbürzel) erinnert beim neuen Porsche 911 Sport Classic an den Carrera RS von 1972. Einziger Wermutstropfen: Es werden lediglich 250 Einheiten produziert. In Porsche 911 Sport Classic steckt viel Geschichte. Das Doppelkuppel-Dach erinnert an den legendären Panamericana aus dem Jahr 1989 sowie an den Über-Porsche Carrera GT von 2000. Doch das ist längst nicht alles – auffälligstes Merkmal ist zweifelsohne der markante Heckspoiler, auch als Entenbürzel bekannt, welcher eine Reminiszenz an den Carrera RS 2.7 von 1972 darstellt. Der damalige Slogan “Nur 500 werden ihn fahren” ging für Porsche nicht ganz auf. Das damalige Spitzenmodell schlug ein wie eine Bombe und verkaufte sich mehr als prächtig. Insgesamt wurden gut 1.500 Fahrzeuge an den Mann gebracht. Ganz so viele wird es von der Neuauflage wohl nicht geben – nur 250 Sport Classic sind geplant. Beim Lesen dieser Zeilen sind bereits alle vergriffen.
Das berühmte Entenbürzel wird wiederbelebt
Video: Porsche 911 Sport Classic
In Prinzip handelt es sich beim 911 Sport Classic um einen gewöhnlichen Carrera S mit Hinterradantrieb. Allerdings wurden einige optische sowie technische Änderungen vorgenommen. Da wäre beispielsweise der bereits angesprochene Entenbürzel, definitiv das charakteristischste Merkmal am neuen Porsche. Darüber hinaus wurde das Heck um 44 Millimeter verbreitert, wodurch sich natürlich auch die Spurbreite entsprechend angepasst hat. Ein weiteres Highlight stellt die legendäre Fuchs-Felge dar. Seit den 60er Jahren wird die Felge mit dem schwarzen Rand von Porsche entworfen und von Fuchs produziert. Im Sport Classic kommt sie im 19-Zoll-Format zum Einsatz und kann auch für alle anderen Elfer bestellt werden.
Carrera S mit Hinterradantrieb

Die Front wird von einer veränderten Spoilerlippe geprägt, abgerundet wird das Design durch zwei Dekorstreifen sowie durch zwei verchromte Auspuffendrohre. Übrigens: Den 911 Sport Classic gibt es ausschließlich in der Farbe “Sportclassicgrau”. Bei der Innenraumgestaltung hat sich der Sportwagenhersteller besonders viel Mühe gegeben. Die gesamte Schalttafel ist mit feinsten Leder in der Farbe “espresso natur” bezogen. Zusammen mit der Außenfarbe bildet sich somit ein netter Kontrast. Zusätzlich ist in den Türverkleidungen und in den Mittelstreifen der bequemen Sportsitze Flechtleder eingewoben.
Über 400 PS aus 3,8 Liter Hubraum
Der 3,8-Liter-Motor wurde ebenfalls kräftig überarbeitet. Für die Leistungssteigerung um 23 PS auf 408 PS sind modifizierte Zylinderköpfe, eine neue Motorsteuerung, eine neue Sauganlage sowie eine Überarbeitung des Ansaugtraktes verantwortlich. Insbesondere im mittleren Drehzahlbereich profitiert die Leistungsentfaltung von den zahlreichen Verbesserungen. Durch die breitere Spur inklusive Tieferlegung um 20 Millimeter und dem PASM-Sportfahrwerk sind extreme Kurvengeschwindigkeiten möglich. Für eine optimale Verzögerung sorgen hingegen Keramik-Bremsscheiben.
In 4,6 Sekunden geht es von 0 auf 100 km/h, also exakt eine Zehntel Sekunde schneller als im Carrera S. Dabei zieht der Wagen vor allem aus dem Drehzahlkeller gewaltig an – fast schon so bärenstark wie ein Diesel. Ab 1.200 Umdrehungen pro Minute setzt die Kraft ein, untermalt vom Blubbern aus den hochglänzenden Endrohren. Doch die extra für den Porsche 911 Sport Classic entwickelte Abgasanlage kann auch richtig Brüllen. Ab 4.200 Touren steht das maximale Drehmoment von 420 Nm zur Verfügung, inklusive Gänsehaut-Sound. Erst bei 7.300 U/min ist im ausschließlich als Handschalter angebotenem Sport Classic Schluss. Wer alle Gänge komplett ausdreht, erreicht bis zu 302 km/h. Es empfiehlt sich jedoch die Schaltanzeige im Display zu beachten, dann kann man sich den ein oder anderen Besuch an der Tankstelle sparen. Die Sechsgang-Handschaltung lässt sich zudem mit einer Schaltwegeverkürzung ausstatten. Damit reduzieren sich die Wege für die Schaltung wie auch für die Kupplung. Zwar müssen beide Apparaturen mit Nachdruck betätigt werden, doch durch die extrem kurzen Schaltwege werden selbst eingefleischte Automatik-Fans auf ihre Kosten kommen.
Der Sport Classic kostet mehr als ein Porsche GT2
Bleiben wir gleich beim Thema Kosten. Der Preis für den Porsche 911 Sport Classic in Grundausstattung beginnt bei 201.682 Euro. Das scheint auf den ersten Blick viel Geld zu sein, zumal ein GT2 mit 530 PS deutlich mehr Leistung bietet und um einiges billiger ist, dennoch – keiner vereint Historie und Neuzeit so perfekt wie der Sport Classic.






































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