Porsche 911 GT3 RSR
Porsche 911 – an sich schon ein echter Traumwagen. In der Straßen-zugelassenen Rennversion GT3 RS gelangt sogar richtige Rennatmosphäre in den Innenraum. Platziert man nun noch ein R hinter das Kürzel, so wird aus dem bissigen GT3 RS eine richtige Rennsemmel – der Porsche GT3 RSR.
Die Krone der Schöpfung – der Porsche 911 GT3 RSR

Ein Buchstabe für unglaubliche 337.745 Euro – nein, das ist nicht der Endpreis, sondern der Mehrpreis zum 150.155 Euro teurem GT3 RS. Macht also insgesamt 487.900 Euro für ein Fahrzeug ohne Straßenzulassung. Stattdessen gibt es einen eingeschweißten Überrollkäfig, Rennschalensitze mit einem sehr schwer entflammbaren Sitzbezug und eine elektrische Feuerlöschanlage. Ein Sechspunkt-Sicherheitsgurt sorgt für festen Halt in jeder Lebenslage, dazu gibt es ein spezielles Kopf- und Nackenschutzsystem – extremer geht es kaum. Ist aber auch kein Wunder, schließlich ist der GT3 RSR auch in der GT2-Meisterschaft anzutreffen.
Supermodel der Sportwagenwelt mit der Lizenz zum Siegen

Wer braucht schon eine Straßenzulassung, wenn man eine Lizenz zum Siegen bekommt? Der GT3 RSR hat in den vergangenen Jahren viele Siege eingefahren und gilt als weltweit erfolgreichster Tourenwagen. Sein Zuhause sind die Rennstrecken, verteilt auf der ganzen Welt, und die hören auf solch legendäre Namen wie Daytona, Le Mans, Sepang, Spa oder Nürburgring. Hier ist der Porsche 911 GT3 RSR in seinem Element.
Der neue Überflieger aus Zuffenhausen ist die logische und konsequente Weiterentwicklung des alten GT3 RSR. Laut Porsche standen vor allem Änderungen am Motor, an der Fahrwerkskinematik und eine überarbeitete Aerodynamik im Front- sowie im Heckbereich im Vordergrund. Eine neue Buglippe sorgt an der Vorderachse für erhöhten Abtrieb, zusätzlich wurde die Position des Heckflügels optimiert, welcher übrigens komplett einstellbar ist. Des Weiteren wurde die neu konstruierte Heckverkleidung mit neuen Lüftungsschlitzen versehen. Die Form der sog. Flügelspitzen wurde ebenfalls angepasst. Durch breitere Vorderräder, welche nun auf 12 anstatt auf 11 Zoll breiten Felgen stehen, soll der Grip maßgeblich erhöht werden und zusätzlich zu weniger Untersteuern führen.
Video: Porsche 911 GT3 RS
5 PS mehr Leistung
5 PS hört sich zunächst wenig an, doch im Motorsport geht es um Hundertstel – und da können 5 PS den Unterschied zwischen Verlieren und Gewinnen bedeuten. Das Mehr an Leistung resultiert zum Großteil aus einem neuen Luftansauggehäuse und aus einer überarbeiteten Abgasanlage. Bei 7.800 Umdrehungen pro Minute leistet der Porsche sein maximales Drehmoment von 450 Nm. Die Höchstdrehzahl liegt bei unveränderten 9.400 Touren. Der wassergekühlte Sechszylinder-Boxermotor kommt im 2011er Jahrgang auf 455 PS bei einem Hubraum von vier Liter. Leider gibt Porsche keine Beschleunigungswerte an – bei einem Gesamtgewicht von 1,2 Tonnen sollte die Beschleunigung allerdings jenseits von Gut und Böse sein. Über die Endgeschwindigkeit schweigt sich der Sportwagenhersteller ebenfalls aus – je nach Flügelstellung, Gangauslegung und Fahrwerksabstimmung fällt diese aber auch unterschiedlich aus. Geschaltet wird, wie im Motorsport üblich, per sequenziellen Getriebe. Hierbei gibt es nur zwei Richtungen: nach vorne, um runterzuschalten, nach hinten, um hochzuschalten. Der Renn-911er lässt sich mit einer Präzision steuern, die seinesgleichen sucht. Schon die kleinste Lenkbewegung lässt den GT3 RSR unbeirrt ums Eck tänzeln. Ein sensibler Gasfuß ist dennoch von Nöten, das GT2-Reglement verbietet ABS – von ESP ganz zu schweigen.
Der kleine Bruder des RSR – der Porsche 911 GT3 RS

Ein RSR entsteht in kompletter Handarbeit
Für 487.900 Euro wird dem Kunden echter Motorsport in seiner reinsten Form geboten. Dabei bekommt man kein Fahrzeug von der Stange, ein GT3 RSR wird in kompletter Handarbeit gefertigt. Alles kann hierbei verändert bzw. den Umständen entsprechend angepasst werden. Rechtfertigen diese Möglichkeiten eine Verdreifachung des Basispreises eines “normalen” GT3 RS? Die Erfolge im Motorsport geben dem RSR jedenfalls recht. Falls einem der Anschaffungswert von einer knappen halben Millionen Euro zu viel ist, hat man auch die Möglichkeit, ein Umbaukit zu bestellen. Enthalten sind alle Änderungen des 2011er GT3 RSR – Voraussetzung ist jedoch die 2010er Version.




































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Rattenscharfe Kiste!! Damit würde ich gerne mal um den Nürburgring orgeln :-)