Nissan GT-R 2011

Nissan GT-R, der brachiale Supersportler aus dem Land der aufgehenden Sonne ist seit Februar 2011 mit leicht modifizierter Optik und mehr Leistung verfügbar.

Beim Sprint schlägt er fast alle aktuellen Porsche-Modelle

Schon die 485 PS des Vorgängers waren nicht von schlechten Eltern, nun kommt der bärenstarke V6-Biturbo auf eine Leistung von 530 PS. Damit die erhöhte Leistung nicht einfach in Rauch aufgeht, hat Nissan das Fahrwerk sowie die Bremsen umfangreich verbessert und angepasst. Dazu gesellt sich ein modifiziertes Design. Durch den Leistungsschub um 45 Pferdestärken sprintet der GT-R in wahnsinnigen 3,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Damit unterbietet er alle derzeitig erhältlichen Porsche-Modelle. Nicht nur die Leistungssteigerung trägt zu dieser Fabelzeit bei, die Ingenieure konnten auch den Luftwiderstandsbeiwert (cW) von 0,27 auf 0,26 reduzieren. Ebenfalls nicht zu verachten – das maximale Drehmoment der 3,8-Liter-Maschine von 612 Nm, welches zwischen 3.200 und 6.000 Umdrehungen pro Minute anliegt. Als Topspeed-Wert gibt Nissan übrigens 315 km/h an – die linke Autobahnspur scheint damit ausschließlich für den GT-R reserviert zu sein.

Trotz dem Mehr an Leistung konnte der Verbrauch gesenkt werden

Mehr Leistung, aber trotzdem verringerter Verbrauch – Modifikationen an den Ventilsteuerzeiten, am Ladedruck sowie an der Zusammensetzung des Kraftstoff-Luft-Gemischs machen dies möglich. So soll der Nissan GT-R auf einen Durchschnittsverbrauch von ca. 11,8 Liter auf 100 Kilometer kommen. Für ein 530 PS-Geschoss kein schlechter Wert. Natürlich trägt hierzu auch der verringerte Luftwiderstand bei. Zusätzlich spendiert Nissan dem GT-R einen sog. Save-Modus für das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebes, welcher vor allem auf längeren Autobahnfahrten für eine Optimierung des Schaltverhaltens sorgt. Hinzu kommen zwei weitere Fahrabstimmungen – der R- sowie der 2WD-Modus. Ersterer ist besonders sportliche abgestimmt und damit speziell für die Rennstrecke geeignet. Im 2WD-Modus wird der permanente Allradantrieb abgeschaltet. So wird gerade das Anfahren mit eingeschlagenem Lenkrad erleichtert.

Nissan GT-R in grau
Nissan GT-R in grau

Nissan GT-R 2011: 530 PS Monster mit Playstation Interieur

Verbesserte Straßenlage
Nissan GTR

Der Nissan GT-R zeichnete sich schon seit dem ersten Modell durch ein spitzen Fahrwerk aus – das Handling sowie die Straßenlage sind teilweise über Porsche-Niveau. Und das trotz des hohen Gewichts von 1,8 Tonnen. Im überarbeiteten 2011er Modell konnten die Ingenieure das Fahrwerk nochmals optimieren. Zahlreiche Karosserieverstärkungen finden sich in GT-R wieder. So wurde beispielsweise die Trennwand im Motorraum durch eine Stützstrebe aus Aluminium-Waben und Carbon-Verbundstoff versteift. An der vorderen Radaufhängung wurden unter anderem die Stabilisatoren und die Federraten optimiert. Diese ganzen Veränderungen lassen den Nissan wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße liegen. Der GT-R scheint sich wie auf Schienen zu bewegen – er folgt unmittelbar jeder noch so kleinen Lenkbewegung. Dabei ist der Über-Nissan jederzeit gut beherrschbar – der Fahrer hat nie das Gefühl, dass der Wagen außer Kontrolle geraten könnte. Im Bereich Fahrwerk haben die Nissan-Ingenieure wirklich fantastische Arbeit geleistet – hier kann selbst der Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen noch etwas lernen. Wer viel Power hat, der braucht auch eine starke Verzögerung. Dafür sorgen riesige 390er Scheibenbremsen.

Mehr Abtrieb

An der Optik hat Nissan dagegen eher wenig verändert – gleich nach dem Motto: Never change a running system. An der Front gibt es einen neuen Stoßfänger mit LED-Tagfahrleuchten und einem vergrößerten Lufteinlass. Durch die erhöhte Luftzufuhr durch den Kühlergrill werden nicht nur der Motor und die Bremsen mit kühler Luft versorgt, es wird auch der Anpressdruck um 10 Prozent erhöht. Am Heck konnte der Abtrieb ebenfalls um 10 Prozent gesteigert werden. Dies wird durch einen neuen Luftauslass hinter den Radhäusern ermöglicht. Für eine brachialere Optik sorgen die vergrößerten Endrohre. Innen gibt sich der GT-R edler und luxuriöser. Zahlreiche neue Materialien, darunter Kohlefaser, Aluminium, Magnesium, Chrom und Leder unterstreichen den sportlichen Auftritt des Supersportlers. Zudem wurde der Langstreckenkomfort durch größere Sitzpolster deutlich erhöht.

Never change a running system – viel Neues gibt es nicht am GT-R 2011

Insgesamt lassen die vielen Veränderungen die 2011er Version des Nissan GT-R ausgereifter und erwachsener erscheinen. Für einen Grundpreis von ca. 90.000 Euro sucht man vergleichbare Gegner vergebens.

Veröffentlicht am 17.08.2011 in Sportwagen

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Kommentar:

Marcel Klein schrieb am 21.02.2012 um 12:44 Uhr

Ich habe Benzin im Blut! Der Nissan GT-R: schon damals auf der Playstation mein absoluter Lieblingswagen. Das aggressive Design und der starke Motor machen den Nissan zu einem richtigen Sportwagen. Das unschlagbare Preis-Leistungsverhältnis macht den GT-R zu einem potentiellen Kaufkandidaten, für jemand der noch etwas geld übrig hat ;)