Melkus RS 2000 GTS
Melkus – viele werden mit diesem Namen so gut wie nichts anfangen können. Dabei war der Melkus RS 1000 der einzige Sportwagen in der ehemaligen DDR. 2009 konnte das Fahrzeug seine Wiedergeburt feiern, jetzt folgt das bisher stärkste Modell der Baureihe – der RS 2000 GTS.
Kurzer Rückblick in die Geschichte
Von 1959 bis 1986 entwickelte der ostdeutsche Automobilhersteller Melkus Rennsportwagen. Besonders in den 60er Jahren war das Unternehmen im Rennsport mit seinen Formel-Boliden erfolgreich. Der Firmengründer und Rennfahrer Heinz Melkus wollte daraufhin einen Rennwagen produzieren, welcher sowohl für die Rennstrecke als auch für den normalen Straßeneinsatz herhalten kann – der Melkus RS 1000 war geboren.
Der Vorgänger des 2000 GTS – der Melkus RS 1000

Von 1969 bis einschließlich 1979 wurden 101 Fahrzeuge auf Basis des Wartburg 353 gebaut. Darüber hinaus fanden auch Bauteile vom Trabant Verwendung, die übrigen Teile wurden in Eigenregie entwickelt. Auffälligstes Merkmal waren die nach oben öffnenden Flügeltüren. Mit einem Gewicht von lediglich 850 kg (Straßenversion) und 70 PS erreichte der RS 1000 eine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h. Die Rennversion (680 kg, 100 PS) kam auf 210 Spitze.
Durch Leichtbau erreicht der Melkus die Fahrleistungen eines Supersportlers

Melkus ist dafür bekannt, seine langjährigen Erfahrungen aus dem Motorsport auf die Straße zu übertragen. Daher ist die gesamte Karosserie auf konsequenten Leichtbau getrimmt – sie besteht aus Glas- und Kohlefaserwerkstoffen. Das Chassis ist hingegen aus Aluminium gefertigt. In Zusammenarbeit mit dem überarbeiteten 2,0-Liter-Turbomotor des Audi S3 und dem geringen Leergewicht von unter einer Tonne (das Leistungsgewicht beträgt 2,8 kg/PS) werden famose Fahrleistungen ermöglicht. Die 350 Pferdestärken sorgen für eine Beschleunigung von 3,9 Sekunden auf 100 km/h – das ist absolutes Supersportwagen-Niveau. Bis 200 km/h vergehen übrigens nur 15 Sekunden. Als Endgeschwindigkeit gibt Melkus ca. 300 Stundenkilometer an. Zum Vergleich: Das Einstiegsmodell RS 2000 leistet 270 PS aus 1,8 Liter Hubraum und braucht für den Sprint von 0 auf 100 km/h 4,9 Sekunden. Zwischen diesen beiden Varianten liegt der Melkus RS 2000 GT mit 300 PS unter der Haube. Der GT benötigt 4,5 Sekunden bis Tempo 100 auf dem Tacho steht, die maximale Geschwindigkeit liegt annähernd bei 300 km/h.
Seitenansicht des Melkus RS 2000 GTS

Die Kraftübertragung erfolgt wahlweise per Doppelkupplungsgetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad oder per Sechsgang-Handschaltung. Das neue Doppelkupplungsgetriebe ermöglicht Schaltzeiten fast ohne Zugkraftunterbrechung.
Der “kleine” Bruder des GTS: Der Melkus RS 2000

Aggressive Optik
Durch die Optimierung der Optik im Hinblick auf die Aerodynamik wirkt der Melkus relativ aggressiv. Neben der grimmigen Front und den seitlichen Luftöffnungen aus Karbon sorgen der markante Heckspoiler sowie der geschlossene Unterboden mit Diffusor für den nötigen Abtrieb. Ansonsten erinnert das Design an den legendären RS 1000 – ausgeprägte Radhäuser, das abgeschnittene Heck sowie die großen Flügeltüren lassen durchaus Nostalgie aufkommen.
Kein ESP, dafür aber ABS und Traktionskontrolle
Für top Straßenlage und hohe Kurvengeschwindigkeiten sorgen daneben die ausgewogene Gewichtsverteilung, der tiefe Schwerpunkt sowie natürlich das leichte Gewicht. Das Öhlins-Gewindefahrwerk ist in seiner Zug- und Druckstufe frei einstellbar. Damit lässt sich das Fahrwerk auf den Untergrund perfekt abstimmen. ESP gibt es dagegen nicht, nur ABS und eine Traktionskontrolle. Auf trockener Straße bietet der Melkus RS 2000 GTS eine extrem hohe Fahrdynamik, lediglich bei nassem Belag ist Vorsicht geboten – die Hinterräder sind schnell mit den 450 Nm Drehmoment überfordert.
Üppige Ausstattung auch im Basismodel RS 2000 GT

Knapp 150.000 Euro werden für den Ost-Sportler fällig, mit DSG-Getriebe kommen nochmals 4.800 Euro hinzu. Den Melkus RS 2000 GT gibt es hingegen “schon” ab 122.000 Euro. Dafür ist die Serienausstattung sehr umfangreich: Navigationssystem, Rückfahrkamera und Klimaanlage sind im Grundpreis bereits mit inbegriffen. Außerdem hat der Kunde die Möglichkeit, aus zahlreichen Lacktönen auszuwählen. Das Interieur kann ebenfalls mit unterschiedlichen Farben ausgestattet werden. Leider werden pro Jahr nur 25 Melkus RS 2000 produziert, dafür bietet der Supersportwagen aber auch pure Exklusivität, viele Emotionen und ein extravagantes Äusseres.




































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Ich habe Benzin im Blut
Super auto ! will einmal Lotto gewinnen und das als Lilla bestellen