McLaren MP4-12C

McLaren, ein Name, der ein Erbe trägt: Der Name McLaren steht schon seit Jahrzehnten für Rennsport pur. Vor allem die lange Ära der Zusammenarbeit mit Mercedes in den vergangenen Jahrzehnten bescherte McLaren nicht bloß weltweite Bekanntheit, sondern zudem einige Weltmeistertitel, den letzten im Jahr 2008 durch den Engländer Lewis Hamilton. Auch aktuell gehört McLaren wieder zu den Top Teams in der Königsklasse des Rennsports. Nicht zuletzt die Erfolge im Motorsport, dem eigentlichen Hoheitsgebiet des Unternehmens, lenken ein wenig ab von den Straßenfahrzeugen der Engländer. Zugegeben, auch die niedrige Stückzahl der Sportwagen sorgt für recht geringe Präsenz auf deutschen Straßen; in Fachkreisen jedoch ist das neueste Werk von McLaren, der McLaren MP4-12C, alles andere als ein Unbekannter. Sein nicht unbedingt einprägsamer Name ist dabei eine Kombination aus internen Bezeichnungen sowie der Zusammenarbeit der Project 4 Organisation, die dem ehemaligen Formel 1-Teamchef Ron Dennis untersteht.

McLaren MP4-12C

Video: McLaren MP4-12C

Der MP4-12C und seine Verwandtschaft
Hinsichtlich seiner Vorgänger reiht sich der MP4-12C ein in eine Reihe von exklusiven Straßenrennwagen, die so spektakulär wie überschaubar ist. Den Anfang machte der McLaren F1 Mitte der Neunziger, seinerzeit schnellster Straßenwagen der Welt. Erst ein Jahrzehnt später folgte der nächste Streich, nämlich durch eine enge Kooperation mit dem Motorenpartner Mercedes, aus der das über 600 PS starke Asphaltmonster namens Mercedes-Benz SLR McLaren hervorging, ein frontmotorisiertes Luxus-Objekt mit kernigem Klang und auffälliger Erscheinung. Während letzterer die Tugenden eines Rennwagens mit dem Komfort eines Alltagsfahrzeugs kombinierte, ist der MP4-12C deutlich näher am Rennsport orientiert, wie die obersten Maximen in der Konzeption des Fahrzeugs auch zeigen.

Aus der Vogelperspektive – der McLaren MP4-12C

Der McLaren MP4-12C: Gewicht ist alles
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger deutet der MP4-12C seinen Bezug zur Formel 1-Technologie nicht im Namen an; in der Konstruktion dafür umso mehr. Einer der wichtigsten Leitsätze beim Entwurf des Supersportlers war größtmögliche Gewichtsersparnis. Um dies zu erreichen, wurden nicht nur spezielle Materialien verwendet, sondern viele einfache Features außen vorgelassen. Ein prominentes Beispiel dafür ist das Fehlen des CD-Players, der dem Drang nach Schlankheit zum Opfer fiel. Ein Gros der Gewichtsreduktion muss allerdings der Werkstoffkunde gutgeschrieben werden; mit Kohlefaserlaminat, Aluminium, Fiberglas, einer Bremsanlage im Leichtbauverbund sowie spezieller Kühlerkonstruktion bringt der MP4-12C schlanke 1.300 Kilogramm auf die Waage. Zum Vergleich: ein amerikanisches Muscle-Car ähnlicher Leistung dürfte alleine durch den Motor weit über diesem Wert liegen. Doch sich daran zu orientieren ist ohnehin nicht die Ambition des McLaren-Renners. Seine gesamte DNA stammt aus der Formel 1, was im weltweit ersten Verbau eines Monocoques in einem Straßenwagen gipfelt. Bestehend aus der extrem robusten, aber zugleich sehr leichten Kohlefaser wiegt die sogenannte MonoCell etwa 80 Kilogramm; ein kaum nennenswertes Gewicht also für den wohl bewährtesten Insassenschutz, der zurzeit möglich ist. Im Motorraum hinter der Fahrerkabine sorgt derweil ein 608 PS starker Doppelturbo für ausreichend Vortrieb. Die Leistung wird aus einem V8 mit 3,8 Litern Hubraum generiert und mündet in einem standesgemäßen Drehmoment von beinahe 600 NM.

Was ein sexy Popo!

Anhand der Fakten stellt sich also kaum die Frage nach dem Preis. Dieser liegt mit knapp 200.000 Euro im Segment von Porsche GT3, Aston Martin DB9 und Konsorten; eine Konkurrenz also, die ebenfalls für sich spricht.

GRIP testet den McLaren MP4-12C

Veröffentlicht am 09.08.2011 in Sportwagen

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