Mazda RX-8

Im Juni diesen Jahres geht der letzte RX8 vom Band und damit auch der letzte richtige Wankelmotor-Sportler. Zwar verfügt der Mazda Premacy Hydrogen RE Hybrid auch über einen Wankelmotor, dieser wird jedoch mit Wasserstoff betrieben und zusätzlich durch einen Elektromotor unterstützt.

Mazda RX-8: Ein echter Hingucker
Mazda RX 8

Gut sieht er aus – der Mazda RX8: Sein kuppelförmiges Dach und die markante Seitenlinie ergeben zusammen mit den weit ausgestellten Kotflügeln eine besonders schöne Coupé-Form. Die aggressiv gezeichnete Front mit dem großen Gierschlund lässt den Japaner zum echten Hingucker avancieren. Spätesten beim Öffnen der Türen werden einige Leute mit bewundernden Blicken dastehen – die hinteren Türen öffnen sich nämlich „falschherum“. Der RX8 sieht auf den ersten Blick wie ein völlig normales Coupé mit zwei Türen aus, doch der Blick täuscht: Er hat tatsächlich vier Türen, dafür aber keine B-Säulen. Die beiden rückwärtigen Türen lassen sich wie bei alten Rolls Roys öffnen bzw. schließen. Der Vorteil: Beim Einsteigen entsteht massig Platz. Doch das ist nicht der einzige Unterschied zu den meisten anderen Fahrzeugen.

Der Letzte seiner Art
Mazda RX 8 Seite

Wankelmotor (auch Kreiskolbenmotor genannt) hin oder her – feststeht, das Aggregat zählt zu einer aussterbenden Motorenart. Die Hauptursache liegt beim deutlich höheren Spritverbrauch, im Vergleich zu einem gewöhnlichen Kolbenmotor liegt der spezifische Kraftstoffverbrauch um bis zu 16 % höher. In der heutigen Zeit des „Downsizings“ ist dies einfach nur noch unwirtschaftlich – leider. Ein Wankelmotor hat natürlich auch einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Maschinen, unter anderem benötigt er viel weniger Platz, wodurch mehr Freiraum beim Gestalten der Karosserie entsteht. Außerdem läuft der Kreiskolbenmotor deutlich „runder“ und damit auch leiser. Der wohl schönste Aspekt ist jedoch sein Hochdrehzahlkonzept – dies kommt besonders beim Mazda RX8 zum Vorschein.

Nichts für „Schaltfaule“
Mazda RX 8innenraum cockpit

In der Basisversion leistet der Japaner 191 PS. Diese sind im Prinzip schon ausreichend genug, doch der Mensch kann bekanntlich nie genug bekommen – so auch bei der Motorleistung. Infolgedessen spendiert Mazda seinem Wankelmotor-Sportler ein leistungsfähigeres Aggregat mit satten 231 PS unter der Haube. Dieses beschleunigt den RX8 auf eine Spitzengeschwindigkeit von 235 km/h. Aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer vergehen rund 6,4 Sekunden.
Die Fahrpraxis ist im Vergleich zu den meisten Fahrzeugen vollkommen anders. Schuld ist der Wankelmotor – dieser gibt sein maximales Drehmoment von 211 Nm erst bei 5.500 Touren ab, die Leistung steht sogar erst bei 8.200 Umdrehungen pro Minute an. Dementsprechend sollte der Fahrer nicht zu der Fraktion der „Schaltfaulen“ angehören. Die Übersetzungen sind relativ kurz ausgelegt, was häufiges Schalten verursacht. Zwar lässt sich der Mazda auch bei 1.500 Touren ruckelfrei und unpräziös bewegen, doch so richtig Freude kommt dabei nicht auf. Zumal der RX8 gut am Gas liegt und schon kleinste Fußbewegungen in unmittelbaren Vortrieb umwandelt.

Sportliches Fahrverhalten
Mazda RX 8 front

Untermalt vom Sound einer Kreissäge dreht der Mazda RX8 bis auf 9.000 U/min hoch. Auch die Fahrleistungen können sich sehen lassen. Durch sein geringes Gewicht von unter 1.400 Kilogramm und der ausgewogenen Verteilung dieses lässt sich der Japaner zielgenau und flink durch Kurven dirigieren. Der hinterradangetriebene RX8 ist auch im Grenzbereich gut zu kontrollieren – das ESP sollte allerdings immer angeschaltet bleiben.

Mazda RX 8 von hinten

Mit einem Einstiegspreis von gut 33.000 Euro zählte der Mazda RX8 zu den günstigsten Sportlern – wäre da nur nicht der hohe Spritverbrauch von knapp 12 Liter auf 100 Kilometer. Fans von Wankelmotoren müssen diese Kehrseite wohl aber über in Kauf nehmen – dafür bekommen sie ein exklusives Auto, dass im Straßenverkehr den einen oder anderen Blick auf sich ziehen wird.

Veröffentlicht am 22.03.2012 in Sportwagen

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