Lamborghini Diablo

Einmal Diablo bitte, aber extrascharf – willkommen im schnellsten Seriensportwagen der Welt. Der Titel wurde dem Lamborghini Diablo GT 1999 verliehen, seine Spitzengeschwindigkeit von 338 km/h war damals nicht zu toppen. Doch zurück zu den Anfängen, im Jahr 1990 erschien der langersehnte Nachfolger des Lamborghini Countach und hörte auf den teuflischen Namen Diablo.

Typisches Lambo-Design der Neunziger: Lamborghini Diablo
Lamborghini Diablo

Von der Linienführung unterscheidet sich der Diablo recht stark vom Countach aus den 80ern. Der Diablo ist viel feiner und graziler gezeichnet, seine sanften Schwünge und leichten Rundungen lassen den Italo-Sportler fast schon elegant erscheinen. An der typischen Lambo-Keilform hat sich allerdings nichts verändert. Von 1990 bis 1999 wurde der italienische Traumwagen mit Klappscheinwerfern ausgestattet, welche vor allem für die 80er Jahre berühmt sind. Erst mit dem Facelift wurden diese durch feststehende Lichter ersetzt. Beim Diablo ist ein deutlicher Quantensprung zum Lamborghini Countach zu vollzeichnen – vor allem was den Innenraum betrifft. Die Sitzposition ist endlich in einer vernünftigen Lage, dazu ist die Verarbeitung des großzügig eingesetzten Leders gut gelungen.

Lamborghini Diablo 6.0
Lamborghini Diablo 6.0

Der Diablo hat einen etwas längeren Radstand als der Countach, was auch dem Ziel, das schnellste Serienauto der Welt zu entwickeln, geschuldet war. Der V12-Motor wurde hingegen vom Vorgängermodell übernommen, musste sich jedoch einigen Änderungen unterziehen. So vergrößerte sich der Hubraum von 5,2 auf 5,7 Liter, die Leistung kratzt mit 492 PS knapp unterhalb der 500er Marke. Zunächst gab es den Diablo nur mit Heckantrieb, erst im Jahr 1993 erschien die VT-Variante, bei der alle vier Räder angetrieben werden.

Lamborghini Diablo VT
Lamborghini Diablo VT

Das schnellste Serienfahrzeug der Welt
1995 erschien der Diablo SV. Die Motorleistung wurde auf 510 PS angehoben, allerdings viel der Allradantrieb dem Rotstift zum Opfer. Stattdessen verfügt der SV über eine verbesserte Bremsanlage und über eine neue Innenausstattung. Zudem sorgt ein dreigeteilter Heckspoiler für eine optimalere Straßenlage. Besonders auffällig sind die zwei Lufthutzen auf der Motorhaube des Sportlers – sie lassen den Diablo SV nochmals sportlicher wirken.

Lamborghini Diablo SE
Lamborghini Diablo SE

Mit dem 1999 erschienenen GT setzte Lamborghini dem Diablo schließlich die Krone auf. Satte 575 PS mobilisiert das 5,7-Liter-Triebwerk in der GT-Variante. Damit konnte Lamborghini den Titel des schnellsten Seriensportwagens der Welt einheimsen. 338 km/h sind im extremsten Diablo möglich – damit macht er seinem Namen alle Ehre. Vollgetankt wiegt der GT etwas über 1,6 Tonnen. Trotzdem beschleunigt er in rund 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bis Tempo 200 vergehen übrigens nur 12,8 Sekunden. Der Preis: 1.000 Deutsche Mark pro PS. Macht also summa summarum 575.000 DM und damit 215.000 DM mehr als für die damalige Basisversion SV (360.000 DM). Heute werden für gut erhaltene Exemplare 250.000 bis 300.000 Euro auf den Tisch gelegt.

Lamborghini Diablo Iota
Lamborghini Diablo Iota

Lamborghini Diablo GTR
Lamborghini Diablo GTR

Noch exklusiver geht es im Diablo GTR zur Sache, welcher nur zwei Monate nach dem GT veröffentlicht wurde und ursprünglich für die Rennserie „Lamborghini Diablo Supertrophy“ konzipiert worden war. Die Leistung wurde nochmals angehoben und beträgt 595 Pferdestärken. Für den 100er Sprint vergehen nur 3,5 Sekunden – aktuelle Supersportwagen sind mitunter deutlich langsamer. Heute ist der Diablo GTR ein beliebtes Sammlerobjekt – schließlich wurden nur knapp 40 Einheiten des teuflisch schnellen Sportwagens produziert. Im Mai 2011 wurde eins dieser Fahrzeuge verkauft, der Preis blieb bis heute jedoch unbekannt. Experten gehen von etwas über 500.000 Euro aus.

Lamborghini Diablo Roadster
Lamborghini Diablo Roadster

Veröffentlicht am 15.05.2012 in Sportwagen

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