Citroen DS3 Racing

30.000 Euro, 207 PS – der Citroën DS3 Racing tritt gegen Krawall-Boliden wie den Renault Clio Cordini RS, den VW Polo GTI oder den Mini John Cooper Works an. Zumindest äußerlich geizt der kleine Franzose nicht gerade mit Reizen.

Citroën DS3 Racing – Auffällig anders

Unauffällig ist der Citroën nicht – Dach, Außenspiegel, Kühlergrillumrandung und Felgen sind im knalligen Orange gehalten. Als Kontrast dazu wurde die restliche Karosserie schwarz lackiert. Zusätzlich steht der kompakte Sportler auf 18 Zoll großen Felgen. Spezielle Deko-Aufkleber, Anbauteile aus Karbon und markante LED-Tagfahrleuchten runden die aggressive Optik gekonnt ab. Der Lifestyle-Citroën will sich ganz sicher nicht verstecken – der DS3 Racing sticht aus der Menge gnadenlos hervor.

DS3 übertrifft die Erwartungen des Herstellers

Video des neuen Citroen DS3 Racing

Im ersten Jahr wurden knapp 55.000 Bestellungen für den DS3 abgegeben, damit wurden die Erwartungen von Citroën weit übertroffen. Sogar der Retro-Flitzer von BMW Mini konnte auf dem heimischen Markt nicht mithalten. Mit dem DS3 Racing möchte Citroën an den großen Erfolg der Serie anknüpfen. Schon die Version DS3 THP 150 bringt es auf stattliche 156 PS, die Citroën Motorsport-Abteilung “Racing” (gewann unter anderem den Rallye-Weltmeistertitel 2010) entlockt dem 1,6-Liter-Benziner nun weitere 51 Pferdestärken. Damit kommt der Power-DS3 auf 207 PS – für einen Kleinwagen mehr als ordentlich. Die Leistungssteigerung ist auf ein verändertes Motormanagement und einem größeren Turbolader zurückzuführen.

Agil und schnell im Sprint

Mit dem auf 207 PS erstarktem Aggregat ist der Citroën DS3 Racing sehr sportlich unterwegs. Beim Tritt auf das Gaspedal sprintet der Fronttriebler zügig nach vorn. Bis 100 km/h vergehen gerade einmal 6,5 Sekunden – schneller beschleunigt kein anderer Kleinwagen. Dabei sorgt der 1,6-Liter-Motor schon im niedrigen Drehzahlbereich für ordentlichen Durchzug. Bei 235 Stundenkilometern ist dann allerdings Schluss. Leider passt der optische Auftritt nicht zur Akustik – hier könnte der kleine Franzose ruhig etwas lauter und kerniger sein.

Verbraucht weniger als der leistungsschwächere THP 150
Verblüffend: Der deutlich stärkere DS3 Racing verbraucht weniger als der DS3 THP 150. Die Racing-Edition begnügt sich im Schnitt mit 0,3 Liter weniger auf 100 Kilometer und kommt somit auf lediglich 6,4 Liter Durchschnittsverbrauch. Der CO2-Ausstoß beträgt ebenfalls nur 150 g/km. Mit der angenehm direkten Lenkung lässt sich der kleine Sportler sehr dynamisch bewegen. Insbesondere auf kurvigen Landstraßen macht der Citroën Spaß – die kompakten Abmessungen, das niedrige Gewicht und der mächtige Vortrieb spielen hier ihre Stärken aus. Im Vergleich zur Serie wurde das Fahrwerk um 15 Millimeter gen Boden gesenkt, zusätzlich wurde die hintere Spur um 20 Millimeter verbreitert. Mit den straffer abgestimmten Dämpfern liegt der DS3 Racing satt auf der Straße. Damit der auffällige Kleinwagen auch wieder zum Stehen kommt, wurden 323er Scheiben vorne und 249 Millimeter große Bremsscheiben hinten verbaut – standesgemäß von Brembo versteht sich.

Citroen DS3 Racing

Beinahe Vollausstattung
Mit knapp 30.000 Euro für den DS3 Racing lässt sich Citroën fürstlich bezahlen. Andere Mini-Sportler sind weitaus günstiger – der VW Polo GTI ist beispielsweise schon ab 22.500 Euro zu haben. Selbst der Renault Clio Cordini RS ist mit 25.300 Euro deutlich billiger im Anschaffungspreis. Dafür bietet der DS3 Racing schon ab Werk eine üppige Ausstattung: sechs Airbags, Klimaautomatik, elektrische Fensterheber und ein CD-Radio sind Serie. Hinzu kommen praktische Helfer, wie Regensensor, Einparkhilfe, Tempomat und Fernlichtassistent. Optional gibt es lediglich Deko-Aufkleber und ein Navigationssystem. Wem die schwarz/orangene-Farbkombination zu aufdringlich ist, der kann den DS3 Racing auch in Polarweiß ordern. Hierbei hebt sich nur das graue Dach leicht ab, ansonsten bleibt die Lackierung recht unauffällig. Weitere Farben werden jedoch nicht angeboten. Im Innenraum werden die äußeren Töne wieder aufgegriffen, so ist z.B. das Armaturenbrett und die Mittelkonsole in Orange gehalten. Zudem ist die Verarbeitung auf hohem Niveau, auch die Materialien gefallen – neben Leder und Alcantara gibt es sogar echtes Karbon. Beim Platzangebot kann der Kleinwagen nur vorne überzeugen. Die Schalensitze bieten dagegen nicht nur perfekten Seitenhalt, sondern eignen sich auch für längere Strecken.

Pro Jahr sollen 2.000 Exemplare vom Band gehen, für den deutschen Markt sind davon 340 vorgesehen. Bei der Einführung Anfang 2011 lagen bereits 200 Vorbestellung in Deutschland vor – der hohe Preis scheint demnach gerechtfertigt zu sein.

Veröffentlicht am 22.08.2011 in Sportwagen

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Kommentar:

Rainer Eckhardt schrieb am 28.02.2012 um 14:36 Uhr

Ich habe Bezin im Blut…..weil ich kleine,schnelle,knuffige Autos mit viel viel Power liebe!Besonders an Ampeln!