BAC Mono
Ariel Atom, KTM X-Bow und Donkervoort D8 müssen sich warm anziehen, denn die britische Briggs Automotive Company, kurz BAC, hat ihr erstes Fahrzeug entwickelt – den BAC Mono. Den einsitzigen Sportwagen treiben knapp 300 PS an. Mit lediglich gut 500 Kilo auf den Rippen sind bis zu 273 km/h und eine Beschleunigung auf 100 Stundenkilometer in unter 3 Sekunden möglich.
Formel Renner für die Strasse: Der BAC Mono
Vor ca. drei Jahren hatten die Brüder Neil und Ian Briggs aus Runcorn, Grafschaft Cheshire, einen Traum – sie wollten ihren eigenen Sportwagen bauen. Doch anders als gewöhnliche Supersportwagen, á la Ferrari, Lamborghini und Porsche, sollte das Fahrzeug möglichst leicht und kompromisslos sein. Mit ihren langjährigen Erfahrungen im Motorsport und in der Großserienentwicklung von Straßenfahrzeugen konnten die Brüder das Beste aus beiden Welten verschmelzen und im BAC Mono zusammenführen. Herausgekommen ist ein extrem puristischer 500-Kilo-Einsitzer mit Straßenzulassung. Die außergewöhnliche Optik des BAC Mono, welcher fast ausschließlich aus Kohlefaser besteht, orientiert sich an Formel-Rennwaren. Das Chassis wird aus einer FIA-konformem Stahl-Überrollstruktur getragen. Ähnlich wie im Formel-1-Fahrzeug ist in der Front eine Karbon-Crashbox integriert, welche nicht nur optimale Sicherheit gegenüber einem Frontalaufprall bietet, sondern gleichzeitig auch noch als Staufach dient. So können Helm und das nötige Rennwochenende-Gepäck im Fahrzeug untergebraucht werden. Das Design könnte als Mischung von KTM X-Bow und Ariel Atom beschrieben werden – der BAC Mono zeichnet sich durch zahlreiche Lufteinlässe und eine aerodynamisch optimierte Form aus. Dabei soll die Aerodynamik möglichst neutral ausgelegt sein, so dass der Rennwagen jederzeit gut zu beherrschen und auch für unerfahrene Piloten einfach zu fahren bleibt. Der BAC Mono soll schließlich auch auf öffentlichen Straßen sein Unwesen treiben und ist nicht nur für die Rennstrecke konzipiert worden.
Tim Schrick fährt den BAC Mono
Leistungsgewicht von 1,9 Kilogramm pro PS
Neben dem puristischen Formel-Design stellt die Technik wohl mit den interessantesten Aspekt dieses Extremsportlers dar. Den Antrieb übernimmt ein Vierzylinder-Saugmotor von Cosworth mit 2,3 Liter Hubraum und 284 PS (bei 7.700 Umdrehungen pro Minute) – dieser kommt übrigens auch im Caterham Superlight R500 zum Einsatz. Durch das überwältigende Leistungsgewicht von nur 1,9 Kilogramm pro PS erreicht der BAC Mono extreme Beschleunigungswerte. 2,8 Sekunden gibt der Sportwagenhersteller für den Sprint von 0 auf 100 km/h an, die Höchstgeschwindigkeit beziffert sich auf 273 km/h. Damit beschleunigt der Mono fast so schnell wie ein Bugatti Veyron, und das bei fast einem Viertel der Leistung. Möglich gemacht werden diese imposanten Fahrleitungen durch kompromisslose Leichtbauweise – der BAC Mono besteht fast ausschließlich aus extrem leichten und teuren Kohlefaserverbundwerkstoff. Der 3,95 Meter lange Bolide kommt somit auf ein Gesamtgewicht von 540 Kilogramm.
Einsitziges Cockpit mit abnehmbarem Lenkrad

Innen geht es nicht weniger minimalistisch zu – fast alle Funktionen lassen sich über das zentrale, abnehmbare Lenkrad bedienen. Die knapp ein Meter flache Flunder besitzt keine Armaturen, es gibt nur ein Display im Lenkrad – wie bei der Formel 1. Darin werden die wichtigsten Informationen, wie Öltemperatur, Drehzahlen, Geschwindigkeit und eingelegter Gang angezeigt. Die 280 Newtonmeter werden im Mono über ein sequenzielles Sechsganggetriebe an die Hinterräder weitergegeben – geschaltet wird per Schaltwippen am Lenkrad. Ein Gangwechsel dauert dabei gerade einmal 50 Millisekunden.
Die Idee eines puristischen Rennwagens für die Straße: BAC Mono

Ausgewogene Gewichtsverteilung
Die Gewichtsverteilung ist im BAC Mono fast ausgeglichen, daher werden an jedem Rad gleich große Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 295 Millimeter verbaut. Die Vierkolben-Bremssättel packen ordentlich zu und lassen den straßenzugelassenen Über-Sportwagen nach nur wenigen Metern zum Stillstand kommen. Das Cockpit ist für Personen zwischen 1,57 und 1,96 Meter Körpergröße ausgelegt, allerdings werden Pedalerie, Sitz und Lenkradposition für jeden Käufer individuell angepasst. So entsteht eine bestmögliche Abstimmung von Mensch und Maschine. Vom BAC Mono sollen ab Sommer 2011 pro Jahr 10 Fahrzeuge vom Band rollen, allerdings gibt es schon jetzt eine extrem lange Käuferliste. Zum Startpreis von 67.000 Pfund (ca. 77.310 Euro) kommt demnach noch etwas Geduld mit – mit Geld kann man sich eben doch nicht alles kaufen.




































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