Audi S7

Mit dem im Frühjahr 2012 erhältlichen S7 schärft Audi die sportliche Eleganz des fünftürigen Luxus-Coupés. Beim Antrieb setzt der Ingolstädter Automobilhersteller auf den bekannten 420 PS starken Vierliter-V8 des Audi S6.

Audi S7

Video: Audi A7

Der A7 wird zum Luxus-Sportler
Laut Definition betont ein Coupé eher die sportliche Seite eines Fahrzeugs, beim A7 Sportback lag das Augenmerk bisweilen eher auf Luxus und Komfort. Das soll sich mit dem kommenden S7 ändern – der Luxus-Sportler kommt mit einem zwangsbeatmeten 4,0-TFSI-Motor und 420 Pferdestärken daher, welcher schon im S6 für einen kraftvollen Antritt sorgt. Damit geht es in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 – nicht schlecht für ein über zwei Tonnen schweres Fahrzeug. Dazu kommt ein maximales Drehmoment von 550 Nm (zwischen 1.400 und 5.300 U/min), welches dem Audi zu einer moderaten Antrittsstärke verhelfen dürfte. Leider endet der Vortrieb bereits bei elektronisch abgeregelten 250 km/h, auf Wunsch kann die freiwillige Selbstbeschränkung auch aufgehoben werden.

Zylindermanagement schaltet bei Bedarf die Hälfte aller Zylinder ab

Der S7 begnügt sich im Schnitt mit 9,7 Liter Kraftstoff auf einer Strecke von 100 Kilometer. Dabei nutzt der Edel-Sportler das Zylindermanagement mit dem Namen “cylinder on demand”, welches auch in den Modellen S6 und S6 Avant zum Einsatz kommt. Das System deaktiviert im Teillastbereich vier der acht Zylinder und senkt somit den Kraftstoffverbrauch. Insbesondere bei moderatem Autobahntempo kann dadurch jede Menge Sprit eingespart werden. Einen weiteren Anteil zum geringen Verbrauch trägt auch die leichte Karosserie des S7 bei – diese ist zu etwa 20 Prozent aus Aluminium gefertigt und wiegt dadurch rund 15 Prozent weniger als eine reine Stahlkarosse.

Innenraum des Audi S7: Gewohnt stylisch und elegant

Insgesamt kommt der Audi S7 auf ein Gewicht von rund 2.020 Kilogramm. Das ist natürlich immer noch sehr viel, doch angesichts der Länge von knapp fünf Metern und den vielen Komfort-, Sicherheits- und Assistenzprogrammen geht dieses Gewicht in Ordnung. Zu den Leichtbaukomponenten zählt unter anderem die elektrisch öffnende Heckklappe. Unter ihr verbirgt sich ein Ladevolumen von 535 Liter. Klappt man die Rücksitzlehnen um, so vergrößert sich der Gepäckraum auf 1.390 Liter – der nächste Urlaub kann also getrost kommen. Leider erschwert die etwas hohe Ladekante das Einräumen von schweren Gegenständen, aber diesen Umstand haben fast alle Nicht-Kombis mit sich herumzutragen.

Das optionale Sportdifferenzial verteilt die Kraft variabel an die Hinterräder
Die Kraftübertragung erfolgt beim doppelt aufgeladenen Achtzylinder per Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, welches die zur Verfügung stehende Kraft an alle vier Räder abgibt. Wie bei den anderen S-Modellen von Audi kann auch der S7 optional mit einem Sportdifferenzial an der Hinterachse ausgestattet werden. Dadurch kann die Kraft variabel verteilt werden, was für einen optimalen Vortrieb ohne Schlupf sorgt. Beim serienmäßigen Fahrdynamiksystem “Audi drive select” kann das jeweilige Fahrprogramm bestimmt werden. Das System unterstützt und kontrolliert die Kennlinien des Gaspedals, der Schaltpunkte der Automatik, der Servounterstützung sowie der serienmäßigen, adaptiven Luftfederung. So lassen sich insgesamt fünf verschiedene Fahrprogramme festlegen – vom komfortablen Cruisen bis hin zum sportlichen Rennfeeling.

Sportlich betonte Optik – der S7 wirkt auch von aussen

Bereits der A7 in der Standard-Ausführung begeistert durch formschöne Übergänge und feine Proportionen. Der Audi S7 legt noch eine Schippe obendrauf: Die lange Motorhaube, die kurzen Überhänge sowie der lange Radstand lassen das Coupé wie aus einem Guss erscheinen. Damit auch Unwissende den sportlichen Charakter aus Ingolstadt erkennen, befindet sich das Erkennungszeichen für Sportlichkeit – das S7-Emblem – direkt auf dem typischen Singleframe-Kühlergrill mit horizontalen Doppel-Chromstreben. Dazu verbaut Audi einen markanten Stoßfänger, die vergrößerten Lufteinlässe zeugen von hoher Dynamik und setzen den Luxus-Sportler weiter in Szene. Die polierten Spiegelgehäuse in Aluminium-Optik sind ein weiteres Erkennungsmerkmal des Ingolstädters. Schweift der Blick Richtung Heck, so fallen die markanten Seitenschweller und die zweiflutigen ovalen Endrohre ins Auge. Das „abgesägte“ Heck des S7 in Kombination mit dem Diffusor in Platinumgrau runden den sportlichen Auftritt gekonnt ab. Zur Wahl stehen übrigens neun Lackfarben, unter anderem „Prismasilber Kristalleffekt“ und „Estorilblau Kristalleffekt“ – ganz im Stil von: „Hört sich gut an, muss auch gut aussehen“.

Innen geht es sportlich weiter, allerdings mit Stil. Zahlreiche S7-Schriftzüge lassen keinen Zweifel aufkommen, in welchem Fahrzeug man sich befindet. Des Weiteren zeugen Aluminium-Schaltwippen und eine Edelstahl-Pedalrie vom sportlichen Charakter des S7. Ansonsten überzeugt der Innenraum durch ein wahres Wohlfühlambiente mit Stil, auch die Materialanmutung bietet keinen Grund zur Kritik. Zur Serienausstattung zählen beispielsweise ein Fahrerinformationssystem mit Farbdisplay und „Xenon plus“-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht. Ab Frühling 2012 soll die Auslieferung des S7 erfolgen. Angaben zu den Preisen hat Audi bislang keine gemacht.

Veröffentlicht am 20.01.2012 in Sportwagen

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