Audi RS3 Sportback

Zum Ende der A3-Baureihe gibt Audi noch mal Vollgas und schickt einen muskelbepackten A3 im Tarnanzug auf die Piste. Der Audi RS3 mobilisiert stolze 340 PS aus seinem 2,5-Liter-Turbo-Motor. Eigentlich war eine RS-Version des A3 nie geplant, doch da der TT RS recht gute Absätze erzielt, hat man in Ingolstadt den Startschuss für die letzte Ausbaustufe des Audi A3 gegeben.

Das Beste kommt zum Schluss:Audi RS3 Sportback

Viele denken jetzt bestimmt, dass der RS3 ein hochgezüchteter S3 ist – weit gefehlt. Im RS3 gibt der Motor den Ton an – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der Fünfzylinder-Turbo macht sich durch einen betörenden Klang bemerkbar und katapultiert die Insassen in Sekundenschnelle auf Tempo 100. Um genau zu sein, vergehen gerade einmal 4,6 Sekunden und auf dem Tacho wird die magische 100er Marke angezeigt. Dabei hängt der Audi gut am Gas – schon die kleinsten Fußbewegungen werden vehement in Vortrieb umgewandelt. Das Doppelkupplungsgetriebe leistet hier vorzügliche Arbeit und schaltet die sieben Gänge in der Schnelligkeit eines Wimpernschlags durch. Erst bei 250 km/h holt einen die Wirklichkeit wieder ein, oder besser gesagt der Begrenzer – der Audi ist elektronisch abgeriegelt. Wer von der Selbstbeschränkung relativ wenig hält, der kann den RS3 auch ohne Höchstgeschwindigkeitsbegrenzer bekommen. Dann rennt der kompakte Fünfsitzer 280 km/h – so schnell wie ein Porsche Cayman. Der Tacho reicht übrigens bis Tempo 310 – selbst RS3-Piloten haben halt noch Träume.

Echtes Rallye-Feeling – der Audi RS3 Sportback

Im RS3 kommt echtes Rallye-Feeling auf: Mit den Fünfzylindern holte der Ingolstädter Fahrzeughersteller in den 80er Jahren zahlreiche Motorsporterfolge – am Steuer, die Motorsportlegende Walter Röhrl. Die PS-Monster wurden damals bis auf 600 PS entwickelt. In den 90er Jahren schrieb Audi die Fünfzylinder ab und konzentrierte sich vermehrt auf die V6-Nachfolgegeneration – diese erreichte jedoch nie den guten Ruf der alten Aggregate. Doch zurück in die Gegenwart: Der RS3 kommt zwar nicht auf 600 Pferdestärken, dennoch spürt man etwas von dem alten Mythos. Hier kommen echte Emotionen auf – Fünfzylinder haben eben einen ganz speziellen Klang, heiser und fast schon schmutzig. Bei erhöhter Drehzahl wirkt der 2,5-Liter-Motor sogar richtig aggressiv – ein Aggregat mit Suchtfaktor. Mit einem Druck auf die S-Taste befindet sich der RS3 im Sportmodus und öffnet zeitgleich die Klappen am Auspuff – jetzt gibt der kompakte Sportler sein Maximum an Soundgenuss frei.
Der Normverbrauch liegt übrigens bei 9,1 Liter Super auf 100 Kilometer.

Exzellentes Fahrwerk und “Quattro” Vierradantrieb

Das Fahrwerk ist sportlich und straff abgestimmt. Dabei ist die Traktion des Vierradantriebs über jeden Zweifel erhaben – auch bei nasser oder schneebedeckter Fahrbahn lässt sich der Audi sicher und zügig bewegen. Die Verteilung der Antriebskraft ist 50 zu 50 ausgelegt, wie schon im RS4 und RS5 könnte die Abstimmung allerdings etwas hecklastiger sein. Das ESP regelt hingegen sehr spät und lässt dem Fahrer viele Freiheiten. Der Audi RS3 ist für etwas geübte Piloten zu jeder Zeit kontrollierbar. Durch das leichte Untersteuern kommen aber auch weniger praxiserprobte Fahrer sicher ans Ziel, selbst wenn der 2,5 Liter große Fünfzylinder mit 1,2 bar Ladedruck seine 450 Nm Drehmoment freigibt.

Ein Audi im Tarnanzug
Optisch macht der RS3 einiges her, auch wenn er sich nur leicht von der Serienversion des A3 abhebt. Ausgestellte Kotflügel aus kohlefaserverstärktem Kunststoff, silberne Außenspiegel, Xenonlicht, vergrößerte Lufteinlässe an der Front und neue Schürzen lassen den RS3 überaus sportlich und dynamisch erscheinen. Innen gefallen vor allem die bequemen Sportsitze, welche zudem einen exzellenten Seitenhalt bieten. Das abgeflachte Lenkrad mit Wildlederbezug liegt gut in der Hand. Ansonsten hat sich der Innenraum gegenüber der Serie nicht verändert.

Der sportlichste A3, der RS3 Sportback

Der sportlichste A3 überzeugt auf ganzer Linie – eigentlich unverständlich, warum Audi den RS3 erst jetzt auf den Markt gebracht hat. Konkurrenten in der kompakten Klasse gibt es auch kaum. Neben dem BMW 1er M Coupe und der Mercedes C-Klasse AMG gibt es lediglich noch den Ford RS. Das Beste kommt eben oft zum Schluss. Jetzt wäre doch fast ein ausschlaggebendes Kriterium vergessen worden – der Preis. Knapp 50.000 Euro werden für den RS3 fällig. Aber irgendwas ist ja immer.

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Veröffentlicht am 15.08.2011 in Sportwagen

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Kommentar:

Dustin schrieb am 19.09.2011 um 16:03 Uhr

Mal bei Abt oder B und B auf die Homepage schauen die züchten den rs 3 bis auf 510 ps hoch.

admin schrieb am 19.09.2011 um 16:41 Uhr

Oder der MTM RS3 – hat auch knapp 500 PS: http://www.mtm-online.de/de/Audi/RS3-Sportback/2-5-TFSI-250-kW-340PS-quattro?FZID=RS3SB250Q

Jörg schrieb am 17.02.2012 um 11:57 Uhr

Ich habe Benzin im Blut!
Der RS3 Sportback verbindet Dynamik mit einem gewissen Understatement. Vom Nutzwert ausreichend ist er eine taugliche Alltagsrakete die auch ökologisch nicht der größte Gau ist und somit eine schnelle und attraktive Verbindung zwischen zwei Orten darstellt.