Abarth 500C
140 PS treffen im Abarth 500C auf 1,1 Tonnen Leergewicht. Damit hebt sich die Sportversion deutlich von der zivilen Variante ab – der Italo-Kracher mit dem Skorpion im Logo im Test.
Knuffige Knutschkugel war einmal – der Abarth 500C

Video vom Abarth 500C
Knuffige Knutschkugel – das wird man im Abarth 500C wohl nicht mehr so schnell hören. Mit einer auffälligen Kriegsbemalung, 140 Pferdestärken und einem ordentlichen Motorsound lässt er die Basisversion Fiat 500 weit hinter sich. Seit 2007 gibt es die Neuauflage des Klassikers Fiat 500, welcher von 1936 bis 1975 gebaut wurde. Auffällig ist vor allem seine rundliche Form, weshalb er auch gerne mal als Knutschkugel bezeichnet wird. Mittlerweile ist der Retro-Italiener recht häufig im öffentlichen Straßenverkehr anzutreffen. Halsverrenkungen gehören daher nicht mehr zum Alltag, ganz anders sieht die Sache bei der Sport-Version von Abarth aus. Der italienische Tuner hat dem 500C ein neues Erscheinungsbild verpasst.
Heckansicht Abarth 500C in Zweifarblackierung Schwarz / Grau

Die Front wartet mit zahlreichen Lüftungsschlitzen auf. Zusätzlich wurden die Kotflügel leicht verbreitert und die Seitenschweller entsprechend angepasst. Für den nötigen Anpressdruck sorgt ein verlängerter Spoiler am Heck. Die Mehrspeichenfelgen und die verchromte Sportauspuffanlage mit seinen zwei Endrohren komplettieren den sportlichen Look. Insgesamt wirkt der Abarth 500C deutlich dynamischer und reifer als sein ziviles Pentand. Neben einfarbigen Lackierungen kann der Fiat auch in einer Zweifarb-Lackierung bestellt werden. In diesem Fall zeigt sich die untere Karosserie komplett in Weiß, während er ab der Fenster-Unterkante in Schwarz lackiert ist.
Der Abarth lässt ausgewachsene Sportwagen erblassen

Das Fahrzeug mit dem Skorpion auf dem schwarzen Kühlergrill mobilisiert insgesamt 140 PS. Bei einem Leergewicht von lediglich 1.200 kg sind ordentliche Fahrleistungen zu erwarten. 7,9 Sekunden braucht der getunte 500C für den Sprint von 0 auf 100 km/h – damit hängt er so manchen 3er BMW ab.
Die 1,4-Liter-Maschine überzeugt aber nicht nur beim Beschleunigen, sondern auch beim Sound – vor allem wenn man 1.000 Euro in die Sportauspuffanlage „Record Monza“ investiert. Der Abarth 500C wartet mit einem rekordverdächtigen Soundgenuss auf, selbst richtige Sportwagen erblassen bei diesem Klang. Je nach Schaltzeitpunkt und Gaspedalstellung offeriert der schnelle Italiener unterschiedliche Geräusche – von einem Brubbeln über ein Fauchen bis hin zu einem Schreien ist alles dabei. Man kann den Abarth 500C aber auch ganz normal, ohne Aufsehen zu erregen, im Straßenverkehr bewegen. Doch dann vermisst man schnell die aufstehenden Münder der vorbeilaufenden Passanten.
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Langsame Automatik
Gewöhnungsbedürftig ist hingegen das Automatik-Getriebe – zumindest in diesem Segment. Geschaltet wird entweder vollautomatisch oder per Schaltwippen am griffigen Lenkrad. Das Kupplungspedal wurde entfernt – echte Sportwagenfans wird das sicherlich nicht gut schmecken. Insbesondere, da die Schaltpausen recht lange andauern. Im Vergleich zu einem Doppelkupplungsgetriebe ohne Zugkraftunterbrechung wirkt die Automatik ziemlich träge.
Konzept / Studie des Abarth 500

Moderater Verbrauch
Abarth gibt einen Verbrauch von ca. 6,5 Liter auf 100 Kilometer an, dieser ist allerdings nur sehr schwer zu erreichen. In der Praxis liegt der Wert in der Regel bei gut 8 Liter – allerdings auch nur, wenn nicht permanent die volle Leistung abgerufen wird.
Überraschen großzügiges Platzangebot
Der Innenraum stellt überraschenderweise ein richtig gute Platzangebot bereit. Sogar im Fond lässt es sich noch einigermaßen gut sitzen. Für ein 3,50 Meter langes Auto kann man da nicht meckern. Dafür wurde aber beim Kofferraumvolumen gespart – dieser bietet lediglich 185 Liter. Klappt man die hinteren Sitze um, lassen sich insgesamt bis zu 610 Liter unterbringen. In der seit 2009 erschienenen Cabrio-Version stehen lediglich 160 Liter zur Verfügung. Die Serienausstattung kann sich hingegen sehen lassen. Neben sieben Airbags, Klimaanlage, Kriegsbemalung und ESP gibt es ab Werk bequeme Sportschalensitze. Selbst bei hohem Kurventempo bieten diese noch optimalen Seitenhalt. Für längere Autobahnetappen ist der Fiat allerdings nicht geeignet, da ändern auch die komfortablen Sitze nichts dran.
140 PS bei nur 1.100 Kg Gewicht: Der Abarth 500C

Ab 21.450 Euro erhältlich
Wer will, der kann den kleinen Abarth 500C mit vielen Extras aufrüsten. Da wären unter anderem die erwähnte Sportauspuffanlage, eine Klimaautomatik, Bi-Xenon-Scheinwerfer, 17-Zoll-Alufelgen und Leder-Sportsitze. Dann steigt der Basispreis von 21.450 Euro aber relativ schnell an – Preise von 26.000 bis 30.00 Euro stellen bei üppiger Ausstattung keine Seltenheit dar.



































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